Der Klabautermann 

Der Klabautermann ist die international bekannteste Gestalt des seemännischen Aberglaubens. Er ist als sagenhafter Schiffskobold der norddeutschen Matrosen ihr guter Geist an Bord und verlässt sein Schiff bis zum Untergang nicht. Als Schutzpatron sowohl des Schiffes als auch der Seeleute hatte der Klabautermann seine größte Bedeutung während der Zeit der Segelschifffahrt.

Erstmals erwähnt wird er im 13. Jahrhundert.

Er sitzt meist unter der Ankerwinde, hält sich bei Gefahr jedoch auf der höchsten Rah auf. Man hört ihn klopfen und rumoren („klabautern“), wenn er schadhafte Stellen am Schiff ausbessert oder die Ladung nachstaut.

Der Klabautermann ist das Pendant zum „Fliegenden Holländer“.

Die bisher dürftige Verbreitung von Kenntnissen über ihn liegt sicher daran, dass die Matrosen, die den Klabautermann vor einem Schiffsunglück gesehen haben, der Nachwelt nichts mehr berichten konnten. Nur solche Seeleute konnten ihn beschreiben, die seinem richtungweisenden Finger ihre Rettung verdankten.

Weit verbreitet unter der Küstenbevölkerung ist das oft und gern gesponnene Seemannsgarn, in dem sich häufig auch der Klabautermann verfing.

Dr.sc.paed. et Dr.phil. Siegfried Harmel

Präsident des Klabautermann-Clubs für Deutschland